
Wärmepumpen sind längst nicht mehr nur für die kalte Jahreszeit gedacht. Eine moderne Wärmepumpe heizt im Winter, kühlt im Sommer und nutzt dabei die vorhandene Wärme aus Luft, Erde oder Wasser besonders effizient. Wer im eigenen Haus auf ein solches System setzt, spart Strom, senkt die laufenden Kosten – und erhält trotzdem ganzjährigen Komfort. Doch wie genau funktioniert das Ganze eigentlich? Und welche Nachteile müssen bedacht werden?
Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich heute für eine Wärmepumpe mit Kühlfunktion, um nicht nur nachhaltig zu heizen, sondern auch zuverlässig zu kühlen – in vielen Fällen sogar ohne klassische Klimaanlage.
Wie eine Wärmepumpe im Kühlbetrieb funktioniert
Das Herzstück jeder Wärmepumpe ist ein Kältekreis, der umkehrbar arbeitet.
Im Heizmodus sammelt das Gerät Umweltwärme und bringt sie mithilfe von Energie aus elektrischem Strom auf ein höheres Temperaturniveau für die Heizung. Wird der Kreislauf umgedreht, funktioniert er wie ein Kühlschrank: Dem Gebäudeinneren wird Wärme entzogen und nach draußen abgeführt – ideal für heiße Sommertage.
Es gibt zwei Betriebsarten:
- Passive Kühlung: Kaltes Wasser aus Erdsonden oder Außeneinheiten fließt durch das Heiznetz und nimmt die Wärme aus dem Haus auf. Diese Methode kommt fast ohne Kompressorenergie aus, hält also die Kosten sehr niedrig.
- Aktive Kühlung: Der Kältekreis läuft wie bei einer Klimaanlage; so lässt sich die Temperatur stärker absenken, allerdings zu etwas höheren Strom- und Energie-Kosten.
Wichtig ist: Nicht jede Wärmepumpe kann kühlen. Achte deshalb bei der Auswahl auf die vorhandene Kühlfunktion, wenn du dein Haus fit für den Sommer machen willst.
Modelle wie die Viessmann Vitocal 200-S oder Vitocal 250-A sind mit dieser aktiven Kühlfunktion ausgestattet und eignen sich ideal für den ganzjährigen Einsatz – zum Heizen und Kühlen.
Unterschied zur klassischen Klimaanlage
Klassische Split-Klimageräte kühlen punktuell einen Raum. Eine Wärmepumpe verteilt dagegen die Kälte großflächig über Fußboden- oder Wandheizung; das Haus fühlt sich dadurch gleichmäßig temperiert an. In Räumen, die gezielt gekühlt werden sollen, bietet eine Luft-Luft-Wärmepumpe wie die Vaillant aroTHERM PLUS dieselbe Funktion – mit dem Plus, dass sie im Winter auch heizen kann. Moderne Klimageräte – insbesondere Split-Systeme können zudem effizient heizen. Damit eignen sie sich nicht nur zur punktuellen Kühlung, sondern auch als schnelle Zusatzheizung in Übergangszeiten oder im Winter.
Die größere Oberfläche der Flächenheizung reduziert die Zugluft und Geräuschentwicklung. Wichtig ist auf individuelle Wünsche zu achten, wenn beispielsweise das Gebäude über keine geeignete Flächenheizung verfügt oder ein sehr rascher Temperaturabfall gewünscht wird – dann ist eine Zusatzlösung sinnvoll.Denn die Temperaturabsenkung kann bei einer Wärmepumpe begrenzt sein. Daher eignet sich die Kühlfunktion der Wärmepumpe vor allem zur Reduktion der Spitzenwärme. Gerne beraten wir Sie in solch einem Fall, worauf sie achten müssen.
Im Vergleich zur klassischen Klimaanlage ist eine Wärmepumpe mit Kühlfunktion nicht nur nachhaltiger, sondern auch langfristig günstiger im Betrieb – besonders, wenn sie auch für die Heizung genutzt wird.
Für wen lohnt sich eine Wärmepumpe mit Kühlfunktion?
- Neubau: Hier lässt sich von Beginn an eine Fußboden- oder Wandheizung einplanen, die sowohl heizen als auch passive und aktive Kühlung übernimmt.
- Sanierung: Split-Geräte wie Vitocal 222-S bringen Kühlung, Warmwasser und Heizung unter ein Dach, ohne allzu hohe Kosten.
- Einzelraumlösungen: Mit der Vitoclima 300-S kann ein Schlafzimmer im Sommer schnell heruntergekühlt werden, während im Winter die Luft-Luft-Wärmepumpe effizient heizt.
Auch für bestehende Systeme gibt es passende Wärmepumpen, die sich problemlos in bestehende Heizsysteme integrieren lassen – inklusive Kühlfunktion für die heißen Monate.
Produktempfehlungen
Wärmepumpen
Klimageräte
Vorteile, Kosten, Förderung
Eine Wärmepumpe spart fossile Energie, reduziert CO₂ und senkt langfristig die Betriebskosten. Durch staatliche Förderung lassen sich auch die Investitions-Kosten weiter drücken; Programme wie die BEG zahlen je nach Effizienzklasse hohe Zuschüsse auf Gerät und Einbau.
Natürlich gibt es Punkte, die bei der Planung berücksichtigt werden sollten: Bei rein passiver Kühlung ist die Temperaturabsenkung begrenzt – eine hochwertige Gebäudehülle steigert hier die Effizienz zusätzlich. Auch bei dichter Bebauung lässt sich mit modernen, besonders leisen Wärmepumpen eine geräuscharme Lösung realisieren. Die Investition liegt zwar über der eines einfachen Gaskessels, bringt jedoch deutlich mehr Komfort, niedrigere Betriebskosten und langfristige Unabhängigkeit von fossilen Energien. Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden im Sommer ist die Kombination aus Heizen und Kühlen in einem System eine zukunftssichere Entscheidung.
Eine moderne Klimaanlage ist oft keine Notlösung mehr, sondern Teil eines integrierten Gesamtkonzepts – genau wie eine gute Wärmepumpe, die kühlen und heizen kann.
Jetzt sichern: Ganzjähriger Komfort mit Wärmepumpe und Kühlfunktion
Wärmepumpen bieten weit mehr als reine Heizung: Sie kühlen das Haus energieeffizient im Sommer, nutzen passive und aktive Verfahren, sparen Strom und laufende Kosten und sind dank staatlicher Förderung erschwinglicher denn je. Wer die Nachteile kennt und sorgfältig plant, erhält eine zukunftssichere Lösung, die das ganze Jahr über Wärme und Wohlbefinden liefert – weit mehr als eine herkömmliche Klimaanlage leisten kann.
Wir von Raatschen kennen uns mit Wärmepumpen aus – für Sie ist das Thema vielleicht neu. Deshalb ist es uns wichtig, Ihnen verständlich zu erklären, welche Unterschiede es gibt