Aktuelles

Heizungsförderung wird umgestellt

10. Juli 2026

Was Sie jetzt zur Wärmepumpe wissen müssen 

Stand: 09.07.2026 

Die staatliche Heizungsförderung wird aktuell neu geregelt. Für Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihre alte Heizung gegen eine moderne Wärmepumpe austauschen möchten, ist das eine wichtige Nachricht: Vom 09. bis 20. Juli 2026 befindet sich die KfW-Förderung in einer Umstellungsphase. In dieser Zeit können grundsätzlich keine neuen Förderanträge zu den neuen Bedingungen gestellt werden. Ab dem 21. Juli 2026 ist die Antragstellung wieder möglich – dann jedoch zu veränderten Konditionen. Die KfW weist darauf hin, dass bereits zugesagte Anträge nicht von der Änderung betroffen sind und Anträge mit bereits vorhandener BzA noch bis zum Ende der Umstellungsphase eingereicht werden können.  

Für alle, die aktuell über einen Heizungstausch nachdenken, bedeutet das: Jetzt kommt es besonders auf eine saubere Beratung, eine realistische Planung und aktuelle Förderinformationen an. Genau dabei unterstützen wir Sie bei Raatschen – von der ersten Einschätzung bis zur passenden Wärmepumpenlösung. 

Was ändert sich bei der Heizungsförderung? 

Die Grundförderung für klimafreundliche Heizsysteme bleibt weiterhin bestehen. Bisher konnten private Eigentümerinnen und Eigentümer beim Einbau einer förderfähigen Heizung über die KfW-Förderung 458 Zuschüsse beantragen; gefördert werden unter anderem elektrisch angetriebene Wärmepumpen, Fachplanung, Bau­begleitung und bestimmte Umfeldmaßnahmen.  

Mit der Umstellung ändern sich jedoch mehrere wichtige Förderbausteine. Künftig gilt: Die Förderung kann bis zu 80 % Zuschuss betragen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind – insbesondere abhängig vom Haushaltseinkommen. Der Standardfall ohne Einkommensbonus liegt künftig bei 46 % Zuschuss. 

Der bisherige 5-%-Effizienzbonus für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel, Erdwärme, Wasser oder Abwasser entfällt ersatzlos. Der bisherige Geschwindigkeitsbonus wird zum Klimageschwindigkeitsbonus und sinkt von 20 % auf 16 %. Ab dem 01.02.2027 wird dieser Bonus halbjährlich um weitere 4 Prozentpunkte reduziert. 

Neue Staffelung beim Einkommensbonus 

Auch der Einkommensbonus wird neu geregelt. Statt eines einheitlichen Bonus bei einem Haushaltseinkommen bis 40.000 € gilt künftig eine Staffelung: 

  • 40 % Einkommensbonus bei einem Haushaltseinkommen bis 30.000 €  
  • 30 % Einkommensbonus bei einem Haushaltseinkommen bis 40.000 €  
  • 10 % Einkommensbonus bei einem Haushaltseinkommen bis 50.000 €  

Wichtig für Familien: Leben minderjährige Kinder im Haushalt, werden einmalig 10.000 € vom Einkommen abgezogen. Dadurch können Familien unter Umständen leichter in eine höhere Förderstufe fallen. 

Neue Höchstbeträge für förderfähige Kosten 

Auch die maximal förderfähigen Kosten ändern sich. Für die erste Wohneinheit gelten künftig maximal 28.000 € förderfähige Kosten. Daraus ergibt sich bei maximaler Förderung ein möglicher Zuschuss von bis zu 22.400 €. 

Bei Mehrfamilienhäusern gelten weiterhin gestaffelte Beträge: 15.000 € je Wohneinheit für die zweite bis sechste Wohneinheit und 8.000 € je Wohneinheit ab der siebten Wohneinheit. 

Was gilt während der Umstellungsphase? 

Zwischen dem 09.07. und 20.07.2026 läuft die Umstellung der Förderbedingungen. Wer bereits eine Bestätigung zum Antrag, kurz BzA, vorliegen hat, kann den Förderantrag laut KfW noch bis zum 20.07.2026 um 20:00 Uhr zu den bisherigen Konditionen einreichen. Die Erstellung neuer BzA ist während der Umstellungsphase nicht möglich. Ab dem 21.07.2026 gelten dann die neuen Förderbedingungen.  

Unser Rat: Warten Sie mit der Planung nicht zu lange. Auch wenn die Förderung weiterhin attraktiv bleibt, sinken einzelne Boni bereits jetzt – und ab Februar 2027 wird der Klimageschwindigkeitsbonus schrittweise weiter reduziert. 

Warum sich die Wärmepumpe trotzdem lohnt 

Jetzt denken Sie, die Wärmepumpe wird zu teuer? Da können wir Sie beruhigen. Auch mit angepasster Förderung bleibt die Wärmepumpe für die allermeisten Einfamilienhäuser die aktuell zukunftsfähigste Heizlösung. Sie nutzt Umweltenergie aus Luft, Erde oder Wasser und kann besonders effizient arbeiten, wenn sie passend zum Gebäude geplant und fachgerecht installiert wird. 

Dabei ist nicht jede Wärmepumpe automatisch die richtige Wahl für jedes Haus. Entscheidend sind unter anderem der energetische Zustand des Gebäudes, die vorhandenen Heizflächen, der Wärmebedarf, die Warmwasserbereitung und die gewünschte Betriebsweise. Deshalb prüfen wir bei Raatschen nicht nur die Förderung, sondern immer auch die technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit. 

In unserem aktuellen Wärmepumpen-Katalog finden sich beispielsweise verschiedene Vaillant- und Midea-Modelle als Produktbeispiele für unterschiedliche Anforderungen und Leistungsbereiche. Welche Lösung für Ihr Haus sinnvoll ist, klären wir jedoch immer individuell. 

Raatschen unterstützt Sie bei Technik und Förderung 

Raatschen steht seit 50 Jahren für Heiztechnik mit Erfahrung, Verlässlichkeit und Qualität. Als Familienbetrieb in zweiter Generation verbinden wir klassische Heizungs-Kompetenz mit modernen Lösungen rund um Wärmepumpe, Solarenergie und sinnvolle Systemkombinationen.  

Über unsere Wärmepumpen-Spezialisierung begleiten wir Sie von der ersten Beratung über die Planung und Installation bis hin zur Wartung. Dazu gehört auch die Unterstützung bei Förderfragen und bei der Vorbereitung der notwendigen Schritte. Raatschen beschreibt diesen Service selbst als Begleitung von der Beratung für Neubauten und Modernisierungen bis zur Hilfe bei Förderung, Installation und Wartung.  

Fazit: Jetzt informieren, richtig planen, Förderung sichern 

Die Heizungsförderung bleibt ein wichtiger Baustein beim Umstieg auf eine moderne Wärmepumpe. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Änderungen: Förderbedingungen können sich kurzfristig verändern. Wer seine alte Heizung ersetzen möchte, sollte deshalb frühzeitig prüfen lassen, welche Wärmepumpe zum Gebäude passt, welche Kosten realistisch sind und welche Förderung zum Zeitpunkt der Antragstellung möglich ist. 

Wir beraten Sie gerne unverbindlich und unterstützen Sie dabei, den Heizungstausch sauber vorzubereiten – technisch, wirtschaftlich und mit Blick auf die aktuellen Fördermöglichkeiten. 

Hinweis: Stand: 09.07.2026. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung. Maßgeblich sind ausschließlich die zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Förderrichtlinien und Bedingungen der zuständigen Förderstellen. 

Über den Autor

Jan Raatschen

Jan Raatschen ist alleiniger Inhaber und Geschäftsführer der Raatschen Unternehmensgruppe. Nach dem Studium der Technischen Gebäudeausrüstung (Dipl.-Ing.) an der FH Gelsenkirchen sowie der Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks stieg er 2008 in das Familienunternehmen ein. Bereits kurz darauf übernahm er Verantwortung als Geschäftsführer – ab 2009 in der Raatschen Montage GmbH und ab 2011 in der Raatschen GmbH & Co. KG. Seit 2016 führt er beide Gesellschaften eigenständig.

Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Energiewirtschaft, der Energieeffizienz sowie in Wärmepumpen und modernen Heizsystemen. Sowohl im Unternehmen als auch im politischen Ehrenamt steht Jan Raatschen für eine praxisnahe, umsetzbare Energiewende und das klare Ziel, die Klimaziele bis 2045 aktiv mitzugestalten.

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